Im Februar hatte ich Deutsche Immigranten als gemeinsamen Begriff für Menschen in Deutschland vorgeschlagen, die Deutschland als Heimat stärker als Ihrem Herkunftsland verbunden sind. Noch lohnender wäre vielleicht eine gänzlich undifferenzierte Bezeichung für alle, die in Deutschland leben – also auch Menschen in Deutschland ohne Migrationshintergrund. Auf dass sich an so eine Bezeichnung eine eigene, integrierende Identität anlagere…

Ein peruanischer Freund hatte mir „Deutschländer“ hierfür vorgeschlagen – als Ausdrucks des Mengengelages zwischen Deutschen und Ausländern. Abgesehen von den namensgleichen Würstchen findet man in der Wikipedia sogar einige Hinweise dazu, dass dieser Begriff tatsächlich schon etwas mit der deutschen Migrationsgeschichte zu tun hatte. Doch irgendwie stellt mich der Name gerade auch wegen seiner Konnotation nicht richtig zufrieden.

Ich möchte daher alle Leser des Blogs bitten, sich eine bessere Bezeichnung  für „Deutschländer“ einfallen zu lassen und dann hier als Kommentar oder im eigenen Blog zu posten…

Rossinis „Barbier von Sevilla“ dürfte bekannt sein – schöner noch ist das Stück jedoch, wenn es sich selbst in neuer Verkleidung der Liebe seiner Zuhörer versichern will:

Der Figaro heißt hier übrigens Andrea Vadrucci und hat auf seiner Homepage weit mehr auf Lager…

Das schöne an Stop-Motion ist, dass aus jedem ereignishaften Einzelbild, selbst wenn es für sich zu sprechen in der Lage wäre, eine Entwicklung emergiert. Mit Recht fragt man sich dann am Ende: war im ersten Bild schon alles angelegt? Konnte man das absehen? Wenn dann mit dem letzten Bild der Vorhang fällt, mag man die Anfänge nicht mehr glauben!

In jedem Blog findet man derzeit dieses  Video, warum nicht in diesem? Hier also im Kontext einer emergenten Entwicklung: Viel Spaß (und in diesem Zusammenhang: beste Grüße an meinen Bruder)!

Die Städte sprechen. Sie sind voller Zeichen. Nur: Wer spricht da? Wer wird da angesprochen? Wer kann darauf antworten? Und wie?

Ein durch und durch urbaner Film, mit der Handykamera in Sydney und New York aufgenommen, über die Zeichen und Sprecher in der Stadt. Nebenbei der Gewinner 2008 im Tropfest Kurzfilmfestival.

Erschöpft sich die Postmoderne im beiläufigen bedeutungslosen Zitat? Wer es erkennt, dem sei es mit einem Augenzwinkern vergönnt – doch wem es versagt bleibt, bleibt nichts anderes versagt, als das Zitat selbst. Gibt es dann jenseits des Zitats einen Sinn? Was soll uns das sagen? Ist alles nur Unfug? Oder schöner Schein? Und zitiert man, indem man so fragt, nicht bereits selbst die Moderne? Und was bleibt dann hinter all diesen Fragen als Antwort zurück?

„Die Schwerkraft ist überbewertet – man braucht sie garnicht, wie man ja wohl im Weltraum sieht!“, sang einmal der hochgeschätzte Peter Licht. Stimmt!

So ähnlich sieht das vielleicht auch Li Wei, der in seinen Photos gegen die gewohnten Wahrnehmungsweisen ankämpft:

Herr Ober, noch ein Bier, bitte!

Herr Ober, noch ein Bier, bitte!

Photoshop könnte hier vielleicht so einiges möglich machen – doch es ist wie mit der Übertragung von Zauberkunststücken im Fernsehen: hätte man das Gefühl, dass da nachträglich digital gemogelt wurde, zerplatzt die Faszination an der Illusion. Dass Li Weis Arbeit also nicht nur die Schwerkraft, sondern damit auch die elementarsten Selbstverständlichkeiten des Alltags außer Kraft setzen kann, funktioniert nur dadurch, dass er gegen alle digitalen Trends auf herkömmliche optische Illusionen setzt und sich die Nachbearbeitung der Photos selbst untersagt (den Beweis dafür gibt es hier und hier).

Die Schwerkraft ist überbewertet – man braucht sie garnicht, wie man ja wohl bei Li Wei sieht. Das bricht so herrlich die verkrusteten Wahrnehmungsmuster und Denkgewohnheiten auf, dass man garnicht genug davon bekommen kann. Vielen Dank an die Jungs von yay!everyday, durch die ich davon erfahren habe…

It’s the difference, that makes a difference…

Wie konnte der Verfasser des nachfolgenden „Praxisbericht der Kommunikationsarbeit“ so abblitzen?

Ich bemühte mich, durch vorsichtige globale Sensibilisierung der Praktikantin die soziopolitische Irrelevanz sexueller Tabus evident zu machen, stieß aber auf verkrustete hierarchische Strukturen in der Mentalität meiner Partnerin, die aufzubrechen einen längeren antipaternalistischen Lernprozess zu bedingen schien. Hierfür bot ich mich zu kritischer Begleitung und Erfolgskontrolle an, konnte aber bei den vorherrschenden inhumanen Mechanismen keinerlei Motivation zu Mobilität und Flexibilität erreichen, sodass ich mich darauf beschränken musste, ein approximatives Kollektivbewusstsein zu initiieren, um vielleicht später aus dieser Randgruppenposition heraus Impulse gegen repressionsbedingte Reflexe und über das Problembewusstsein ein Gefühlspotenzial aktivieren zu können.

Mir scheint, unsere Gesellschaft ist im Verhältnis der Geschlechter in eine ernsthafte Schieflage geraten…

Heute eine hübsche Entdeckung, die ich im Netz gemacht hab’: ein interaktives Hologramm. Zettel ausdrucken, per Webcam live auf der dazugehörigen Homepage von GE einspielen und im Monitor beobachten, was mit dem Zettel passiert. Wer sich das nicht vorstellen kann, mag sich den YouTube-Film zur Verdeutlichung ansehen oder es einfach selbst ausprobieren.

Ein hübsches Feature für Internetkünstler und eine interessante Möglichkeit für Unternehmen, um mit ihren Kunden in Interaktion zu treten…

Jeder Vergleich benötigt etwas, das gleich bleibt, und etwas, das differenziert wird. Für gewöhnlich hat man es bei Schrift mit einem Design zu tun und dekliniert die Zeichen des Schriftsatzes. Heute aber geht es um ein einziges Zeichen in seinen unterschiedlichen Ausprägungen als Design: das Et-Zeichen (schöner vielleicht noch auf Englisch: the Ampersand). Der Blog The Ampersand hat sich der Aufgabe verschrieben, alle Ausprägungen des Et-Zeichens zu sammeln.

Das attraktivste Zeichen? The Ampersand!

Das attraktivste Zeichen? The Ampersand!

Und tatsächlich ist es spannend, sich auf die Spuren eines einzigen Zeichens zu begeben. Nur eines mag ich der Seite nicht so recht glauben: dass das Et-Zeichen von sich aus das attraktivste Zeichen ist. Das, so meine ich, muss alleine vom Design entschieden werden…